Das NTV-Qualitätsmanagement-System für die Nachwuchsförderung

Der Niedersächsische Tennisverband führt ein Qualitätsmanagement-System (QM) für die Nachwuchsförderung ein. Das QM für das dezentrale Training greift landesweit und bewertet den derzeitigen Ist-Zustand des Trainings in den Regionen. Dazu zeigt es auf, wie sich durch die Definition von Zielen und Verbindlichkeit in der Umsetzung die tägliche Arbeit effektiver und effizienter gestalten lässt.

Warum diese Neuerung?

Die Einführung eines QM-Systems in der dezentralen Förderung war eine der Handlungsempfehlungen der Projektgruppe Leistungssport, die im Jahr 2015 den Leistungssport im NTV nach Verbesserungspotenzialen untersucht hat. Die Analyse ergab nämlich, dass einige der wichtigsten Potenziale ungenutzt bleiben. Da zudem die Qualität des Trainings in den Regionen durchaus sehr unterschiedlich sei, musste ein Instrument wie das QM- installiert werden.

Neben der Bewertung von erfolgskritischen Aktivitäten und Prozessen sowie Ergebnissen, sollen den Beteiligten Möglichkeiten aufgezeigt werden, Stärken und Verbesserungspotenziale zu erkennen. Über ein QM-Handbuch, den QM-Fragebogen und die QM-Tools werden Wege zur Umsetzung von Verbesserungen angeboten.

Weiterhin soll die Verbesserung von Transparenz und Kommunikation zu einer Vertrauensbildung und verbesserten Kooperation zwischen allen an der Förderung Beteiligten, insbesondere aber zu einer hohen Zufriedenheit der geförderten Spieler, führen.

Wie wird vorgegangen?

Im Grundaufbau enthält das NTV-QM-System sechs Kategorien, die in verschiedenen Faktoren die erfolgskritischen Handlungsfelder abbilden.

Die Faktoren werden über einen Fragebogen im Rahmen einer Selbstevaluation der Regionen und einem jährlichen Audit mit gezielten Fragestellungen erschlossen. Im Rahmen des Audits mit den Regionen erfolgen Zielvereinbarungen für die kommenden Jahre. Zur Einführung des QM-Systems werden in allen Regionen Probeaudits veranstaltet, um den Regionen eine Status-Quo-Analyse zu geben und seitens des NTV ggf. Veränderungen und Justierungen am QM-System vornehmen zu können.

Wer ist beteiligt?

Zu den handelnden Personen gehören neben dem Trainer auch ein Jugendteam, Elternberatung und Elternvertretung sowie externe Beratung. Die Evaluation der Fördermaßnahmen hat schließlich einen ebenso hohen Stellenwert wie Zielstellung und Zielkontrolle, Innovation und Weiterentwicklung. Die bereitgestellten Tools sorgen für Übersicht und eine klare Handhabung. Für jedes Handlungsfeld wurde ein eigener Kriterienkatalog entwickelt. Daran ist deutlich zu erkennen, welche Voraussetzungen erfüllt werden und in welche Richtungen künftig stärker agiert werden muss.

Zu diesem Kriterienkatalog addieren sich zahlreiche Tools wie Erläuterungen, Vorlagen, Beispiele, die die Arbeit sowie die neuen Aufgaben für die verantwortlichen in den Regionen nicht nur erleichtern. Sondern auch messbar machen. Zahlreiche Analysen und Best Practise-Beispiele vervollständigen die Toolsammlung, die es zu jedem Kriterium gibt. Allein dieser Service ist eine riesige Steigerung der Rahmenbedingungen.

NTV und Regionen als Einheit

Das QM-System schafft fraglos eine Einheit zwischen dem zentralen Training des NTV in der TennisBase Hannover und den dezentralen Standorten. Die Regionen und der NTV sehen sich und ihre Aufgaben wiederum als Teil des gesamten Fördersystems innerhalb des DTB. Durch das QM-System, das im März seitens des Präsidiums und des Verbandsbeirates endgültig auf den Weg geschickt wurde, beteiligen sich die Regionen aktiv und initiativ an der permanenten Weiterentwicklung der Talentfindung im NTV. 

Das Handbuch finden Sie hier

Ansprechpartner

Oliver Scholze

Oliver Scholze
Referent Qualitätsmanagement

Mobil: 0171 7702939
E-Mail: oliver.scholze@ntv-tennis.de

Oliver Scholze ist neuer Referent Qualitätsmanagement

Der Referent für Qualitätsmanagement im NTV agiert als Ehrenamtlicher im Auftrag und in enger Abstimmung mit dem Präsidenten und dem Geschäftsführer des NTV im Bereich des NTV-Qualitätsmanagementsystem für die Nachwuchsförderung. Er arbeitet dabei mit dem Leiter des dezentralen Trainings zusammen. Seine Berufung erfolgt nach § 4 (6) der NTV-Geschäftsordnung. Er hat keine Weisungsbefugnis, sondern hat eine beratende Funktion.

Zu den wichtigsten Aufgaben gehören:

  • die Begleitung der Einführung und die Weiterentwicklung des Qualitätsmanagement-Systems im NTV
  • die Planung, Überwachung und Korrektur des Qualitätsmanagement-Systems
  • die Koordination der Erstellung, Überwachung und Lenkung des Qualitätsmanagement-Handbuchs sowie der Dokumente und Aufzeichnungen
  • das Sammeln und Auswerten von Informationen und Daten im Rahmen des Qualitäts-Controllings
  • die Unterstützung und Begleitung von internen und externen Audits
  • die regelmäßige Berichterstattung an die Leitung des NTV über den Entwicklungsstand und die Wirksamkeit des Qualitätsmanagement-Systems einschließlich der Übermittlung qualitätsrelevanter Daten
  • Beratung des NTV bei der Entwicklung von Qualitätszielen und -strategien
  • die Planung und Durchführung von Schulungsmaßnahmen bezüglich des Qualitätsmanagements im haupt- und ehrenamtlichen Bereich
  • die Planung, Initiierung, Koordination und Evaluation von weiteren internen Qualitätsmanagement-Projekten
  • die Motivation und Beratung der jeweils Verantwortlichen in den Regionen, im Verband sowie den NTV-Mitarbeitern in Fragen des Qualitätsmanagements.