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DTV-Damen sind wieder erstklassig

Gelungene Inklusionspräsentation im Rahmen der Bundesliga

So feiern Aufsteigerinnen. Foto: Szielski

Die Inklusionspräsentation fand großen Anklang.

 

 

Die Bühne war bereitet und am Ende sprudelte der Champagner. Zu Recht, denn genau so hatten man sich den letzten Spieltag und Aufstieg vorgestellt. Mit 8:1 besiegten die Tennisdamen des DTV Hannover die Gegner vom LTTC Rot-Weiß Berlin und sind damit ungeschlagen und unvorhergesehen souverän in die 1. Bundesliga aufgestiegen.

„Natürlich war es unser Wunsch, sofort wieder aufzusteigen. Aber dass wir so unangefochten durch die sechs Spieltage marschieren, hätte keiner von uns gedacht“, bilanziert Trainer Ingo Kroll die makellose Saison. Nur sechs Matches wurden in den knapp vier Wochen abgegeben. Eine Machtdemonstration in der 2. Bundesliga, die auch Mut macht für die kommende Saison. „Wir haben aus dem vergangenen Jahr gelernt, dass der Unterschied zwischen der ersten und zweiten Liga immens ist. Dementsprechend werden wir uns verstärken und vorbereiten“, kündigt Kroll an. Nach dem Lehrjahr 2016 will sich der DTV in der höchsten deutschen Spielklasse etablieren.

Wie souverän der DTV in der 2. Bundesliga agierte, verdeutlicht die Tatsache, dass gegen den LTTC Rot-Weiß Berlin mit Patty Schnyder, Lenka Jurikova und Anna-Lena Grönefeld wichtige Stützen der Mannschaft fehlten. Dennoch gaben Lourdes Dominguez-Lino, Shaline Pipa, Maria Martinez-Sanchez, Elena Camerin und Laura Bente vor 600 Zuschauern keinen Satz ab. Allein Syna Kayser musste sich zum ersten Mal in der Saison geschlagen geben. Gegen Camille Gbaguidi verlor sie unglücklich mit 6:4, 6:7, 7:10.

Besonders glücklich war die 18-jährige Laura Bente aus der TennisBase Hannover, die ihren ersten Einsatz in dieser Liga hatte und beim 6:2, 6:2 gegen Nadja Lask eine makellose Leistung zeigte. Bente gehört eigentlich zur zweiten Garde, die derzeit noch um den Aufstieg in die Regionalliga Nord spielt. „Wenn das gelingt, haben wir zwei Mannschaften in den höchsten drei Spielklassen, damit wäre auch der Unterbau für die kommenden Jahre gesichert“, schaut Kroll weiter nach vorne. Für das Betreuerteam werden die Planungen sehr schnell beginnen, kündigte er an. Er will weiter auf die Mischung von Routiniers und Nachwuchsspielern bauen. „Das Konzept funktioniert bei uns“, betont er.

Das zeigt auch, dass Patty Schnyder trotz Verletzung und Anna-Lena Grönefeld, die erst morgens aus Paris nach Hannover zurückkehrte, die Mannschaft vom Rand aus unterstützten. „Wir sind hier eine sehr gute Gemeinschaft“, betonte auch Grönefeld.

 

Gemeinsam mit Mirko Slomka war Grönefeld Teil einer besonderen Präsentation zwischen Einzel und Doppel. Gemeinsam mit Sabine Ellerbrock, die bei den French Open in Paris das Finale im Rollstuhl-Einzel erreichte und Anthony Dittmar aus der TennisBase Hannover wurde den Zuschauern gezeigt, wie Rollstuhltennis ins Vereinsleben integriert werden kann. Ein schönes Kapitel in einer insgesamt beeindruckenden Erfolgsgeschichte.