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Sabine Ellerbrock stößt zur TennisBase Hannover

"Fantastische Trainingsbedingungen"

Begrüßung (v.l.): Julian Battmer (Leiter TennisBase Hannover), Sabine Ellerbrock, Michael Wenkel (Geschäftsführer Niedersächsischer Tennisverband e.V.) und Ingo Herzgerodt.

Starker Neuzugang an der TennisBase Hannover. Ab Oktober gehört die beste deutsche Rollstuhltennisspielerin Sabine Ellerbrock zum Team des Bundesstützpunktes. Die 41-Jährige konnte bereits zwei Grand Slam Turniere (French Open 2013, Australian Open 2014) gewinnen und spielte sich auch in diesem Jahr in Paris und Wimbledon bis ins Finale durch.

In Wimbledon wurde Sabine Ellerbrock bereits von dem Hannoveraner Ingo Herzgerodt betreut und sie wird auch in ihren Trainingseinheiten an der TennisBase Hannover mit dem ehemaligen Profi arbeiten. „Ich habe hier ein perfektes Umfeld und fantastische Trainingsbedingungen“, sagt Sabine Ellerbrock, die aufgrund ihres Berufs aber auch noch weiter im Tennisland Dornberg in Bielefeld trainieren wird. „Die Zusammenarbeit mit Ingo Herzgerodt lief auf Anhieb hervorragend. Ich denke, dass ich mich in der TennisBase Hannover noch weiter entwickeln kann.“

Sabine Ellerbrock begann bereits im Alter von sechs Jahren mit Tennis, lief später Marathon und war leidenschaftliche Surferin. Nach einer Operation am rechten Bein aufgrund eines Kompartmensyndroms kam es zu Komplikationen, woraufhin sie am Fuß an einem komplexen regionalen Schmerzsyndrom erkrankte. Dieses führte zur Amputation des rechten Unterschenkels. Auf der Suche nach einer Sportart, die die Vollblut-Sportlerin auch mit ihrer Erkrankung spielen konnte, begann sie im Jahr 2009 mit dem Rollstuhltennis.

Die gebürtige Bielefelderin ist bereits die zweite Spitzenathletin des Deutschen Tennis Bundes im Rollstuhltennis, die sich der TennisBase Hannover anschließt. Bereits seit zwei Jahren gehört Anthony Dittmar zum Team. „Wir freuen uns, dass wir auch in dieser Hinsicht sportlich auf dem höchsten Level arbeiten und werden Sabine Ellerbrock die bestmöglichen Voraussetzungen zum Training bieten“, sagt Julian Battmer, Leiter der TennisBase Hannover.

Für Michael Wenkel, Geschäftsführer des Niedersächsischen Tennisverbandes (NTV), hat die Tatsache, dass zwei Rollstuhl-Tennisspieler in der TennisBase Hannover integriert sind, vor dem Hintergrund des Inklusionsgedanken einen besonders wichtigen Charakter. „Im NTV ist das Inklusionskonzept inzwischen beschlossen“, erklärt er. „Dass an der TennisBase Hannover Leistungstennis von ,Fußgängern‘ und Rollstuhlfahrern Seite an Seite betrieben wird, kann auch Vorbildfunktion für unsere Vereine haben.“